stimmungsbild scaletwister

Utilities

Interval
 
Chord-Clock
 
 
Circle Of Fifths
 
Position
 
Transposing

Intervalle

Intervallum, lat. = Zwischenraum. Intervalle beschreiben den Abstand von zwei Tönen und tragen die Namen der lateinischen Ordnungszahlen.

Distanz in Halbtönen Intervallname interval name Symbol
0 Prime unison 0
1 kleine Sekunde minor 2nd b2
2 grosse Sekunde major 2nd 2
3 kleine Moll/Terz minor 3rd b3
4 grosse Dur/Terz major 3rd 3
5 reine Quarte perfect 4th 4
6 verminderte Quinte diminished 5th b5
7 Quinte perfect 5th 5
8 übermässige Quinte augmented 5th b6
9 Sexte major 6th 6
10 kleine Septime minor 7th b7
11 Septime major 7th 7
12 Oktave octave 8

Reine, Kleine und Grosse Intervalle

Man unterscheidet reine und kleine / grosse Intervalle.

Reine Intervalle
Prime, Quarte, Quinte und Oktave. Diese Intervalle sind in der Grundform Reine Intervalle.

Kleine / Grosse Intervalle
Sekunde, Terz, Sexte und Septime. Diese Intervalle treten in zwei Grundformen auf.

Verminderte und Übermässige Intervalle

Verminderte Intervalle
Reine und Kleine Intervalle werden durch Erniedrigen des oberen Tones oder Erhöhen des unteren Tones vermindert.

Übermässige Intervalle
Reine und Grosse Intervalle werden durch Erhöhen des oberen Tones oder Erniedrigen des unteren Tones übermässig.

Konsonante und Dissonante Intervalle

Konsonante Intervalle
Wohlklingende Intervalle bezeichnet man als konsonante Intervalle.
Prime, Oktave, Quinte, Quarte, Grosse Terz und KleineTerz.

Dissonante Intervalle
Diese Intervalle tönen reibend, schräge und unharmonisch.
Kleine Sekunde, Grosse Sekunde, Verminderte Quinte, Übermässige Quinte, Septime.

Beschreibung der Konsonanten und Dissonanten Intervalle

Kleine Sekunde Sehr schrill und beissend, ätzend-dissonant wie scharfer Senf und voller Spannung und darf nur mit Waffenschein gespielt werden !
Grosse Sekunde Dissonant aber milder als die Kleine Sekunde, milder Senf.
Kleine Terz Traurig, tränenfördernd, verantwortlich für reissenden Absatz von Taschentüchern und den Moll-Charakter.
Grosse Terz Ist für den Dur-Charakter verantwortlich, einfach nett und lieb, streichelzoomässig.
Quarte Recht harmonisch.
Übermässige Quarte (Tritonus) Einfach teuflisch und wurde “diabolus in musica“ genannt ! Sie liegt genau in der Mitte der Tonleiter und tönt absolut brutal ! Von grosser Bedeutung in der atonalen Musik.
Quinte Neutral, sachlich, harmonisch, buchhalterisch.
Übermässige Quinte Fast so krass wie die Übermässige Quarte und sorgt für schlaflose Nächte !
Sexte Weder Fisch noch Vogel aber eher Dur orientiert.
Septime Spannend aber nicht schräg, happy-end-mässig, die erleichternde Auflösung zum nächsten Grundton.

Chord-Clock

Chord, engl. = Akkord
Clock, engl. = Uhr
Accordare, lat. = zusammenklingen

Mit diesem Tool lassen sich sämtliche Akkorde einer Partitur entschlüsseln! Es dient dazu die teilweise komplizierten Akkordsymbole in Noten umzudeuten. Hierzu werden die Akkordsymbole zuerst durch eine Zahlenstruktur ersetzt.
Auf dem Utilities-Rad sind die Zahlen kreisförmig angeordnet und zeigen dir auf dem Hintergrund die Noten, die im gesuchten Akkord enthalten sind.

Symbol Langname Struktur
C Dur Dreiklang 1 3 5
Cm Molldreiklang 1 b3 5
C4 (Csus) suspended4 ohne 3 1 4 5
C+ (C 5+) Augemented/übermässig 1 3 5+
Cm- (Cm5b) verminderter Dreiklang 1 b3 b5
C6 sixth 1 3 5 6
Cm6 Moll sixth 1 b3 5 6
C7 Dominant 7 1 3 5 b7
Cm7 Moll mit kleiner Septime 1 b3 5 b7

alterierte Akkorde

Symbol
Langname Struktur
Cmaj7 Major grosse Septime 1 3 5 7
C0 (C verm.) verminderter Septakkord 1 b3 b5 6
C9 (C7/9) grosser Noneakkord 1 3 5 b7 9
Cb9 (c7/b9) kleiner Noneakkord 1 3 5 b7 b9
C9+ Durdreiklang mit blue notes 1 3 5 b7 9+
C11 Undezimenakkord 1 3 5 b7 9 11
C13 Terzdezimenakkord 1 3 5 b7 9 11 13
Cadd9 add= hinzufügen ohne 7 1 3 5 9

alterierte Akkorde

Grundton verstellen alterierte Akkord ablesen
Akkord Noten Struktur
D7#11 1 3 5 b7 9 #11 D F# A C E G#

Was ist ein Akkord?

Ein Akkord ist der Zusammenklang von drei oder mehr Tönen. Ausnahme sind die sogenannten Powerchords, die nur 2 Töne enthalten (Dreiklang ohne Terz). Die Tonfolge eines Akkords ist variabel (sog. Umkehrung).

Ob C E G oder E G C oder G C E, es ist immer der gleiche Akkord. Es ist auch erlaubt, einen Akkord mit der Oktave eines Akkordtons zu erweitern (Bsp. C E G E). Es handelt sich dabei immer noch um einen Dreiklang!

Akkordaufbau

Normalerweise bestehen Akkorde aus übereinandergeschichteten Terzen (Terzenschichtung).
Seltener sind Quartakkorde, die aus verminderten und übermässigen Quarten (Quartenschichtung) entstehen oder Quintakkorde, die durch Quintenschichtung aufgebaut werden.

Leitereigene Töne

Für den Aufbau der Akkorde werden in der Regel leitereigene Töne verwendet. Für die Akkorde der C-Dur-Skala stehen also nur die Töne C, D, E, F, G, A und B zur Verfügung. Dies ist auch der Grund, dass entweder Kleine oder Grosse Terzen zum Zug kommen. Akkorde die leiterfremde Töne beinhalten, werden Alterierte Akkorde genannt.

Dreiklänge

Der einfachste Akkord ist der Dreiklang. Er entsteht durch Terzenschichtung und enthält 3 Töne, den Grundton, die Terz und die Quinte (zweite Terz). Mit Kleinen und Grossen Terzen ergeben sich bei der C-Dur-Skala 4 Kombinations-Varianten der Terzenschichtung.

Grundton + Grosse Terz + Kleine Terz = Dur-Dreiklang C, F, G
Grundton + Kleine Terz + Grosse Terz = Moll-Dreiklang Dm, Em, Am
Grundton + Kleine Terz + Kleine Terz = Verminderter DK Bdim

Die vierte Variante kommt bei den Dreiklängen der C-Dur-Skala nicht vor.

Grundton + Grosse Terz + Grosse Terz = Übermässiger DK

Dreiklänge der C-Dur-Skala

Rezept für die Bildung eines Dreiklangs

Grundton + übernächster Ton + übernächster Ton

Beispiel C-Dreiklang

C D E F G A B

Skala C D E F G A B
Stufe I II III IV V VI VII
Töne C E G D F A E G B F A C G B D A C E B D F
Akkord C Dm Em F G Am Bdim

Vierklänge = Septakkorde

Ein Vierklang ist ein Dreiklang, dem eine weitere Terz hinzugefügt wurde. Der Akkord besteht aus dem Grundton, einer Terz, einer Quinte und einer Septime und heisst daher Septakkord.

Rezept für die Bildung eines Dreiklangs

Grundton + übernächster Ton + übernächster Ton + übernächster Ton

Beispiel C-Dreiklang.

C D E F G A B

Hier die resultierenden Vierklänge aus leitereigenen Tönen der C-Dur–Skala.

Skala C D E F G A B
Stufe I II III IV V VI VII
Töne C E G B D F A C E G B D F A C E G B D F A C E G B D F A
Akkord Cmaj7 Dm7 Em7 Fmaj7 G7 Am7 Bm7b5

maj7, j bedeutet, dass die Grosse Septime im Akkord enthalten ist.
7 bedeutet, dass die Kleine Septime im Akkord enthalten ist.
b5, 5- bedeutet, dass die verminderte Quinte im Akkord enthalten ist.

Der am häufigsten verwendete Akkord ist der Dominantseptakkord. Er besteht aus einem Durdreiklang und der Kleinen Septime (Bsp. G7).

Erweiterte Akkorde 7 9 11 13

Ein diatonisch erweiterter Akkord is ein Fünf- Sechs- oder Siebenklang. Der Vierklang und somit der Grundcharakter des Akkords ( Moll, Dur Dominant7) bleibt dabei unverändert. Eine Erweiterung setzt also Akzente oder fügt eine andere Klangfarbe hinzu. Durch weitere Terzenschichtung können Fünfklänge (Nonenakkord), Sechsklänge (Undezimenakkorde C11) oder Siebenklänge (Terzdezimenakkorde C13) gebildet werden.

Diese erweiterten Akkorde kommen aber selten in ihrer kompletten Form zur Anwendung. Meistens wird der Grunddreiklang (mit oder ohne Quinte) mit der zusätzlichen None (klein/gross) oder der Undezime (klein/gross) oder der Tredezime (klein/gross) gespielt.

Vorhalts-Akkorde

Der Akkord Csus4 ist dir vielleicht auch schon begegnet. Er wird Vorhaltsakkord
(Quartvorhalt, engl. = suspended fourth) genannt und enthält anstelle der Terz die Quarte. Im Akkord Csus9 ist anstelle des C ein D

Csus4, C4 C F G
Csus9 C E G D

Alterierte Akkorde

Alterierte Akkorde werden im Jazz eingesetzt um mehr Spannung zu erzeugen. Diese Spannung entsteht über skalenfremde (nichtdiatonische) Töne. Die Quinte (5) und None (9) werden einen halben Ton erhöht oder erniedrigt. Die Quarte (4 oder 11) um einen Halbton erhöht und die Tredezime (13) um einen Halbton erniedrigt. Alterationen werden durch Symbole (+ oder – ) oder die Versetzungszeichen (# oder b) angegeben.
Hier einige Beispiele:

Akkord Tonfolge Akkordname Änderung
C+, C5+, C5#, Cüberm. C E G# Übermässiger Dreiklang Erhöhte Quinte
Cmb5, Cm-, C Eb Gb Verminderter Dreiklang Verminderte Quinte
C7+, C75# C E G# Bb Erh. Dom7 Akkord Erh. Quinte
C7b5 C E Gb Bb Verm. Dom7 Akkord Verm. Quinte

Zu alterierten Akkorden passt natürlich die Verminderte Ganztonleiter, die du auf dem Dom7 Farbkreis findest.

Verminderte Akkorde

Vermindert, engl.= diminished. Zwei übereinandergeschichtete Kleine Terzen ergeben einen Verminderten Dreiklang.

Grundton + Kleine Terz + Kleine Terz + Verm. Dreiklang

Drei übereinandergeschichtete Kleine Terzen ergeben einen Verminderten Septakkord ( Verminderter Vierklang). Es ist also ein Verminderter Dreiklang mit einer verminderten Septime. Mit der ersten Kleinen Terz ist auch bereits der Moll-Charakter des Akkords vorgegeben.


Grundton + Kleine Terz + Kleine Terz + Kleine Terz + Verm. Septakkkord

Mögliche Akkordsymbole:

Cdim

Die dazu passende Verminderte Skala oder auch Ganzton-Halbtonleiter genannt, findest du auf dem Minor-Farbkreis (Diminished Scale, begin with W-Step).

Akkorde
Cm7b5 Cº , Cdim

Akkorde und ihre Skalen

Chords Scales
MAJOR MAJOR-SCALES
C, Cmaj7, Cmaj9, C6 C-Major, C-und G-Pentatonic, C-BeBop, C-Lydian, C-Blues
Cmaj7#11 C-Lydian
MINOR MINOR-SCALES
Cm, Cm7, Cm9, Cm11 C-Dorian, C-Pentatonic, C-BeBop, C-Blues, C-Harmonic, C-Natural, F-und B-Major Pentatonic, Es-Major BeBop
Cm, Cm6 C-Melodic, C-Dorian, C-Pentatonic, C-BeBop, F-und B-Major Pentatonic, Es-Major BeBop
Cm-maj7 C-Melodic, C-Harmonic, Es-Major BeBop
Cm7b6 C-Natural, As-Major Pentatonic
Cm7b9 C-Phrygian
DOMINANT DOMINANT-SCALES
C7, C9, C13 C-Mixolydian, C-Major Pentatonic, C-Lydian, C-BeBop, C-Blues
C7sus, Csus, C11 C-Mixolydian, F-Major Pentatonic, C-Vorhalt-Pentatonic (s.h. Moll-Pentatonik)
(Half-) DIMINISHED DIMINISHED-SCALES
C7#11 C-Lydian (Dominant)
C7alt, C7#9, C7#9#5 C-Altered (Diminished Whole Tone), F-Minor Melodic, F-Minor Harmonic,
C7b9, C7b9b5 C-Diminished begin with H-step (Halbton-Ganztonleiter), F-Minor Harmonic, F-Minor Melodic
C7aug, C7+, C7#5 C-Whole Tone (Ganztonleiter)
Cm7b5 C-Locrian, C-Locrian (#2)
Cdim7 C-Diminished begin with W-step (Ganzton-Halbtonleiter)
Cphryg C-Phrygian, C-Phrygian (#6), C-Spanish
Cmaj7#5 C-Lydian Augmented, C-Major BeBop
C7susb9 C-Phrygian, C-Phrygian (#6)

Circle of Fifths – Quintenzirkel

Auf dem Quintenzirkel findest du die Chromatische Skala in abgeänderter Tonfolge. Das Intervall zwischen zwei benachbarten Noten ist die reine Quinte (engl. Fith).

C G D A E B F# Db Ab Eb Bb F


Anwendung No. 1 Parallele Dur-und Moll-Skalen

Die Natürliche Mollskala und die Durtonleiter sind Parallele Tonleitern und enthalten jeweils die gleichen Noten und Vorzeichen. Die Natürliche Mollskala ist immer eine kleine Terz tiefer als ihre Parallele Durtonleiter. Hier die Parallelen Moll-und Dur-Skalen samt Vorzeichen:

Durskala C G D A E B F# Gb Db Ab Eb Bb F
Nat. Mollskala A E B F# Gb Db Ab Eb Bb F C G D
Vorzeichen   1# 2# 3# 4# 5# 6# 6b 5b 4b 3b 2b 1b

Die Paralleltonart jeder Durtonart wird gebildet, indem man dieselben Noten spielt aber mit der sechsten Note der Durtonleiter beginnt. Das führt zu folgender Regel.

Die VI Stufe einer Durtonleiter ist der Grundton der parallelen Molltonleiter. Die III Stufe einer Molltonleiter ist der Grundton der parallelen Durtonleiter.

Beispiel:

Durskala C D E F G A B
Mollskala A B C D E F G

Parallele Dur-und Moll-Pentatonik

Die gleiche Regel gilt auch für parallele Pentatonische Skalen.

Die VI Stufe einer Dur-Pentatonik ist der Grundton der parallelen Moll-Pentatonik. Die III Stufe einer Moll-Pentatonik ist der Grundton der parallelen Dur-Pentatonik.

Beispiel:

Dur-Pentatonik C D E G A
Moll-Pentatonik A C D E G

Anwendung No. 2 Vorzeichen

Auch die Vorzeichen folgen dem Gesetz des Quintenzirkels, denn zwischen benachbarten Vorzeichen ist auch ein Quintabstand!

Fis – Quinte – Cis – Quinte – Gis – etc.

Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His

Dur Moll Vorzeichen
C Am  
G Em   Fis  
D Brn     Cis  
A F#m   Cis Gis  
E C#m   Gis Dis  
B G#m   Gis Dis Ais  
F# D#m   Gis Dis Ais Eis  
C# A#m Dis Ais Eis His

Bb, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes

Dur Moll Vorzeichen
F Dm   B  
Bb Gm     Es  
Eb Cm   Es As  
Ab Fm   As Des  
Db Bbm   As Des Ges  
Gb Ebm   As Des Ges Ces  
Cb Abm Des Ges Ces Fes

Kein Wunder sind bei so vielen Vorzeichen die altbewährten Eselsbrücken immer noch von Nutzen.

Doch aufgepasst! Im ScaleTwister wird die internationale Notenbezeichnung angewendet.

H ist im Scale Twister B

B ist im Scale Twister Bb

Für #-Vorzeichen gilt:

Geh Du Alter Esel Hole Fische.

Für b-Vorzeichen gilt:

Frische Brötchen Essen Alte Damen Gern.
Oder
Fritz Brachte Esther Astern Des Gesangvereins.

Kadenz = Progression

Cadere, lat. = fallen - Eine Kadenz ist eine Folge von Stufenakkorden also leitereigenen (diatonischen) Akkorden. Die Kadenz dient zum Aufbau von Spannung (Dominante) und deren Auflösung im Grundakkord (Tonika). Hier die Stufenakkordtabelle der Durtonarten.

I II III IV V VI VII
C C Dm Em F G Am B º
G G Am Bm C D Em F# º
D D Em F#m G A Bm C# º
A A Bm C#m D E F#m G# º
E E F#m G#m A B C#m D# º
B B C#m D#m E F# G#m A# º
F# F# G#m A#m B Gb D#m E# º
Gb Gb D#m Bbm F# Db A#m F º
Db Db A#m Fm Gb Ab Bbm C º
Ab Ab Bbm Cm Db Eb Fm G º
Eb Eb Fm Gm Ab Bb Cm D º
Bb Bb Cm Dm Eb F Gm A º
F F Gm Am Bb C Dm E º

Die Stufenakkorde können in 3 Gruppen eingeteilt werden.

Stufe Akkord - Art
I , VI Tonika-Akkord
IV, ii Subdominant-Akkord
V, iii, vii Dominant-Akkord

• Dur-Akkorde = Grossbuchstaben, • Moll-Akkorde, Verm. Akkorde = Kleinbuchstaben

Dur-Kadenz

Die Dur-Grundkadenz und damit die am häufigsten verwendete Dur-Kadenz hat folgende Struktur:

Struktur Stufen Akkorde
T - S - D - T I - IV - V - I C - F - G - C

Weitere Dur-Kadenzen:

Dur ii – V - I V – ii - I V – IV - I iii – IV - I iii – ii - I

• T = Tonika • S = Subdominant • D = Dominant

Moll Kadenz

Im Unterschied zur Dur-Kadenz gibt es in Moll drei Grundkadenzen mit folgenden Strukturen.

Natürliches, reines Moll t – s – d - t
Harmonisches Moll t – s – D - t
Melodisches Moll t – S – D - t

Während die Moll-Kadenz der Harmonischen Molltonleiter mit dem Durklang als Dominante am wichtigsten ist, wird die Kadenz der Melodischen Molltonleiter kaum verwendet...

Struktur Stufen Akkorde
t - s - D - t i – iv – V - i Cm – Fm - G - Cm

Weitere Moll Kadenzen:

Harm.Moll: V – iv - i

Hier die Stufenakkordtabelle der Harmonischen Molltonleiter:

I II III IV V VI VII
C Cm Dm- Eb+ Fm G Abm Bm-
G Gm Am- Bb+ Cm D Em F# m-
D Dm Em- F+ Gm A Bbm C# m-
A Am Bm- C+ Dm E Fm G# m-
E Em F#m- G+ Am B Cm D# m-
B Bm C#m- D+ Em F# Gm A# m-
F# F#m G#m- A+ Bm Gb Dm F m-
Gb Gbm D#m- A+ F#m Db Dm F m-
Db Dbm A#m- E+ Gbm Ab Am C m-
Ab Abm Bbm- B+ Dbm Eb Em G m-
Eb Ebm Fm- Gb+ Abm Bb Bm D m-
Bb Bbm Cm- Db+ Ebm F Gbm A m-
F Fm Gm- Ab+ Bbm C Dbm E m-

Position

Du bist sicher auch schon über das Zauberwort II-V-Verbindung gestolpert. Böse Zungen behaupten, der Jazz bestehe nur aus solchen Verbindungen, denn das Realbook ist voll davon. z.B. Recordame von Joe Henderson!

Stufenakkorde ist ein Thema, mit dem du dich beschäftigen solltest. Auch hier ist der SclaeTwister ein sehr nützliches Werkzeug.

Schichtet man in einer Dur-Tonleiter jeweils 4 Terzen aufeinander erhält man Stufenvierklänge (Stufenakkorde). Diese können mit römischen Zahlen versehen werden und im englischen Sprachraum wird dann von «position» gesprochen. In C-Dur bedeutet also II-V-Verbindung, dass die Akkorde Dm7 und G7 (Dominante) verwendet werden.

abbildung subdom

Fragst du dich manchmal, woher die grossen Musiker all die unzähligen Akkorde und Scales nehmen und damit die schönsten Improvisationen machen? Auch du kannst auf einen Schlag dein Repertoire verdoppeln! Das Zauberwort lautet Substitution.

Ein Substitut ist ein Stellvertreter d.h. ein Akkord wird anstelle eines anderen Akkords gespielt. Dadurch erschliessen sich neue Möglichkeiten, um eine Harmonie zu bereichern. Dasselbe gilt auch für Arpeggios oder Skalen. Auch eine Improvisation kann interessanter gestaltet oder bei schwierigen Skalen sogar vereinfacht werden.

abbildung subdom

Akkorde einer Familie können beliebig gegeneinander ausgetauscht werden:

Folgende Beispiel auf der C-Dur Scale:

• Familie II: II = Dm7 und IV = Fmaj7
• Familie V: V = G7 und VII = Bm7b5
• Familie I: I = Cmaj7 und III = Em7 und VI = Am7

Akkord- und Modi- Substitution in Dur und Moll

Durch den Austausch (Substitution) von Akkorden oder Modi/Skalen erschliessen sich neue Möglichkeiten, um eine Improvisation zu bereichern oder manchmal auch zu vereinfachen.

Anhand der II-V-I Progression sind hier mögliche Substitutionsvarianten aufgeführt.

Akkord-Substitution in Dur

Akkord-Substitute in Dur mit Beispiel

Stufe Harmonie Position des Substituts Substitut
II _ m7 Kleine Terz aufwärts _ maj7
V _ 7 Grosse Terz aufwärts _ m7b5
I _ maj7 Grosse Terz aufwärts
Kleine Terz abwärts
_ m7
_ m7

Stufe Harmonie Position des Substituts Substitut
II D m7 Kleine Terz aufwärts F maj7
V G 7 Grosse Terz aufwärts B m7b5
I C maj7 Grosse Terz aufwärts
Kleine Terz abwärts
E m7
A m7

Modi-Substitution in Dur

Stufe Harmonie Primaärer Modus Intervall Substitut
II _ m7 _Dorisch _ + kl. Terz _ Lydisch
V _ 7 _Mixolydisch _ + gr. Terz _ Lokrisch
I _ maj7 _Ionisch (Dur) _ + gr. Terz
_ - kl.Terz
_ Phrygisch
_ Aeolisch

Akkord-Substitution in Moll

Stufe Harmonie Position des Substituts Substitut
II _ m7b5 Kleine Terz aufwärts
Tritonus * auf-+abwärts
_ m7
_ maj7
V _ 7 Grosse Terz aufwärts _ dim
I _ m (maj7) Kleine Terz aufwärts _ maj7#5

*Tritonus (tritonus, lat./ griech. = Drei-Tonschritt)

Der Tritonus umfasst 3 Ganztonschritte und entspricht der übermässigen Quarte. Der Tritonus wurde früher als „diabolus in musica“ also als „Teufel in der Musik“ bezeichnet. Die Anwendung des Intervalls war verboten und passte nicht in die damalige Kompositionsweise.

Beispiel:

Stufe Harmonie Position des Substituts Substitut
II D m7b5 Kleine Terz aufwärts
Tritonus * auf-+abwärts
F m7
Ab maj7
V G 7 Grosse Terz aufwärts B dim
I
C m (maj7) Kleine Terz aufwärts Eb maj7#5

Modi-Substitution in Moll

Stufe Harmonie Primaärer Modus Intervall Substitut
II _ m7b5 _ Lokrisch _ + kl. Terz
_ + Tritonitus
_ Dorisch
_ Lydisch
V _ 7 _ Harmonisch dom. _ + gr. Terz _ Lokrisch
I _ m7 _ Harmonisch Moll _ + kl. Terz _ Ionisch

Transposition

Transponere, lat. = übersetzen
Bei vielen Instrumenten stimmt das notierte Notenbild nicht mit dem tatsächlichen Klang überein.

Das Tenorsaxophon zum Beispiel ist Bb gestimmt und beim Spielen der notierten Note C ertönt der Ton Bb. In der folgenden Grafik sind einige Instrumente mit deren Stimmung aufgeführt.

Realbooks und Leadsheets sind meistens in C notiert und für Instrumente, die nicht in C gestimmt sind, müssen die Partituren umgeschrieben werden. Mit ScaleTwister ist das ein Kinderspiel. Hier einige Anwendungsbeispiele.

Stimmung der Instrumente
Stimmung Instrument Ton C wir notiert:
C
C
C
C
C
C

• Klavier
• Gitarre
• Kontrabass
• Posaune
• Violine
• Flöte

C
C
C
C
C
C
Bb
Bb
Bb
Bb
Bb
• Trompete
• Flügelhorn
• Klarinette
• Sopransaxophon
• Tenorsaxophon
D
D
D
D
D
Es
Es
Es
Es
Es

• Altosaxophon
• Horn
• Es-Trompete
• Baritonsaxophon
• Bassklarinette
A
A
A
A
A

Transponieren einer Partitur in C in eine Tenorsax-Partitur (Bb)

Du stellst dir einfach vor, dass der Farbkreis deine Tenorsax-Noten und der Hintergrund des ScaleTwisters die Noten des Leadsheets zeigt.

Bei einem Tenorsaxophon wird der Ton C als D notiert, also stellst du das D vom Utilities-Rad auf das C vom Hintergrund. Jetzt kannst du alle Noten des Leadsheets in der Saxophon-Notierung ablesen.

Leadsheet C C# D D# E F F# G G# A Bb B
Tenorsax D D# E F F# G G# A Bb B C C#

Transponieren einer Tenorsax-Partitur (Bb) in eine Altsax-Partitur (Es)

Jetzt stellst du dir vor, dass der Hintergrund des ScaleTwisters die Tenorsax-Noten und das Rad die Altosax-Noten sind.
Da der Ton C beim Tenor als D und beim Alto als A notiert wird, stellst du das A des Rads auf die Position D auf dem Hintergrund und kannst nun jeden Ton ablesen.

Tenorsax Bb D D# E F F# G G# A Bb B C C#
Altosax Es A Bb B C C# D D# E F F# G G#

Transponieren einer Partitur um einen beliebigen Intervallschritt

In der Ausgangsposition ist der Zeiger des Rades auf 12 Uhr (nach oben) gestellt. Er zeigt auf die Note C auf dem Hintergrund. Der Hintergrund des ScaleTwisters entspricht wieder der Partitur, die du transponieren möchtest. Wenn du eine Partitur beispielsweise um eine Grosse Terz erhöhen willst, drehst du das Rad bis sich das gewünschte Intervall (major 3rd) auf der 12 Uhr Position befindet. Jetzt kannst du die Noten ablesen.

Partitur C C# D D# E F F# G G# A Bb B
Grosse Terz E F F# G G# A Bb B C C# D D#

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